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Clown-Blog | Humor-Blog | Clownschule Tamala -


25. Juni 2009

Humor im Alltag

Ausgehend von diesem Wissen können wir von den Indianern und den Clowns lernen, immer wieder über unsere kleinen Missgeschicke zu lachen. Gleichzeitig können wir andere zum Lachen bringen, damit sie sich selbst spüren und von festgefahrenen Einstellungen und Konzepten loslassen.

Humor

Humor im Alltag

Für die psychische und körperliche Gesundheit wäre es sinnvoll, eine körperbetonte Lebendigkeit zu entwickeln und eine Geisteshaltung zu erlangen, die aus der inneren Freude und Verbundenheit entsteht. Heyoka-Bewusstsein bedeutet, seiner Spontaneität und seiner Liebe zum Leben zu vertrauen. Heyoka-Bewusstsein hilft uns, die Angst zu sehen und auf sie zuzugehen. Wir haben den Mut, fassungslos dazustehen und in der Katastrophe die Lösung zu suchen. Wir nehmen die Verbohrtheit und Verrücktheiten anderer liebevoll an und bringen selbst den Leidenden dazu, über das eigene Leid zu lachen.

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Ist Humor erlernbar?

Vielen von uns ist bei der Arbeit, im Alltag oder in unseren Familien das „Lachen vergangen“. Dieser Spruch basiert auf einer Wahrheit, die inzwischen die Wissenschaftler der Stanford Universität in den USA nachgewiesen haben. Während Kinder noch 400mal am Tage lachen, lachen wir als Erwachsene am Tag nur noch 15 -20mal und am wenigsten am Arbeitsplatz. Hier reduziert sich das Lachen in der Regel auf 5mal am Tag. In einigen Unternehmen liegen diese Zahlen sogar noch darunter. Von daher stellt sich ganz klar die Frage: Kann ich die humorvolle Seite in mir reaktivieren, kann ich als Führungskraft Freude und damit eine positive Leidenschaft ausdrücken.

Hier bin ich als Higher Ground Leader aufgefordert, mich mir selbst zu stellen und mich zu erforschen. Denn nur was ich als Führungskraft ausstrahle, wird auch weitergetragen. Charisma basiert auf der Kraft, mit sich einverstanden zu sein, im Fluss des Lebens integriert zu sein.

Um Humor wieder zu erlernen, ist es zunächst notwendig, den Alltag – mein ganz persönliches Umfeld – neu wahrzunehmen. Es ist die innere Aufforderung, die Perspektive meiner Lebenssicht zu verändern. Gelingt es mir, in den alltäglichen Dingen, in Begegnungen mit anderen Menschen aus einer inneren Distanz die komischen Dinge überhaupt wahrzunehmen? Es ist der sogenannte Perspektivwechsel, den ich einleiten muss, um meine humorvollen Ressourcen zu aktivieren. Ob ich ein halbvolles Glas als halbvoll definiere oder als halbleer, ist schon eine Entscheidung von enormer Wichtigkeit. Ich kann in einer Begegnung das Dramatische und Leidvolle wahrnehmen oder mich für die komischen Anteile des Lebens entscheiden.

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Humor als Führungskompetenz

Humor, abgeleitet von dem griechischen Wort humores, bedeutet im Fluss sein, die Lebenssäfte in Bewegung bringen (so der Arzt Hippokrates), Grenzen erweitern. Humor ist ein bewusster Akt, eine gesteuerte Handlung, um Strukturen zu verändern und Potentiale frei zu setzen.

Lachen, Freude, Glück sind Begriffe, die ein positives und zufriedenes Weltbild vermitteln. Menschen, die sich mit einer humorvollen Aura umgeben, werden von anderen immer als positiv eingestellt beschrieben.

Die positiven Auswirkungen einer humorvollen Einstellung oder die Auswirkungen, die das Lachen auf den Körper und die Psyche hat, sind inzwischen in vielen wissenschaftlichen Untersuchungen nachgewiesen worden und braucht an dieser Stelle nicht ausführlich belegt werden. Die in diesem Buch vorgestellten neuesten Studien geben weitere Hinweise auf die Erkenntnisse der Humorforschung.

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Heyoka-Training – Vom indianischen Humor lernen

„ Kein Mensch beginnt zu sein, bevor er seine Vision empfangen hat“
Black Elk (Häuptling, Medizinmann, Heyoka und Seher der Sioux)

Es ist schon lange bekannt, daß „wir Weißen“ viel von der indianischen Kultur lernen können. Die tiefe Weisheit indianischen Wissens hat schon viele auf den Weg des Herzens begleitet.

Etwas unbekannter ist, daß wir auch in punkto Humor einiges erkennen können, wenn wir uns mit der Tradition des indianischen Volkes beschäftigen.

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Was ist ein Clown?

Was ist ein Clown?
Berufung oder Beruf

Seit über 20 Jahren sind wir als Clown in der Begegnung mit Menschen, sehen Augen aufblitzen, oder ein Schaudern, eine Welle ergreift uns am Ende der Premiere eines Stückes um die Geschichte der blinden Antonetta. Blinde und geistig stark behinderte Kinder können die Geschichte der Clowns auf Anhieb beschreiben oder beherrschen auf einmal alltägliche Handlungen, die sie sonst nicht ausführen können. Überaktive Kinder können plötzlich nach Jahren zum ersten Male still sitzen und staunen. Und immer wieder Lachen und Lachen.

Clown

Mal ist es leise, mal bricht es sich lauthals Bahnen oder eine Welle von Lachen erfasst den Zuschauer und uns als Spieler, als Vermittler. Tagelang platzen wir vor Energie und Lebensfreude.

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Mit den Augen eines Narren

In Anlehnung an den indianischen Heyoka-Clown, der als Gegenteiler in der indianischen Kultur den zweithöchsten Rang neben dem Häuptling innehatte, ist am Tamala Zentrum – dem internationalem Zentrum für Clown, Humor und Kommunikation in Konstanz die Heyoka-Humor-Strategie entwickelt worden.

Bei dieser Arbeit geht es darum, die eigenen Humorressourcen zu befreien und ein Humor-Bewusstsein zu entwickeln. Spielfreude und kreative Aktionen werden wiederentdeckt und mit den Regeln der Clowns ein humorvoller (Körper-) Ausdruck erlernt. Die komischen Momente des Alltages werden gewürdigt und als Gelegenheit menschlichen Ausdruckes geschätzt. Alltagssituationen können – mit den Augen eines Narren gesehen – als Geschenk des Augenblicks genutzt werden. Manch ein Wahrnehmungswechsel lässt kreative Lösungen entstehen. “Die Welt anders wahrnehmen” ist deshalb eine wichtige Übung im Heyoka-Humor-Training. So kann ich sagen: „Ich habe wenig Zeit!„ oder „Ich habe viel Zeit, die ich nicht nutze!„ Heyoka-Bewusstsein verhilft zu einer humorvollen Haltung, die durch Unerwartetes verblüfft und zum Lachen verhilft.

Dabei ist es nicht angesagt, im beruflichen Alltag den Clown zu spielen, jederzeit Witze zu erzählen oder lächelnd im Büro zu sitzen. Es geht darum, als Führungskraft Humorstrategien zu kennen, um neue Wege in der Kommunikation zu entwickeln.

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Heyoka-Humor-Strategie

Heyoka-Humor-Strategie oder von den Clowns lernen

Ist Humor erlernbar? Diese Frage wird angesichts der Bedeutung von Humor und Lachen immer wichtiger. Inzwischen sind viele Theoretiker und Praktiker der Humorbewegung und Humortherapie der Ansicht, dass die Regeln der Komik und das Körperwissen der Clowns die besten Möglichkeiten bieten, den eigenen Humorstil zu entwickeln.

Die Auseinandersetzung mit der jahrtausende alten Figur des Clowns ermöglicht zunächst ein Eintauchen in die kindlichen Ressourcen, wie es der Psychotherapeut Dr. Michael Titze nennt. In zahlreichen Trainings wird die Figur des Clowns weltweit genutzt, um Menschen von Depressionen zu befreien, wie auch einseitig orientierten Führungskräften, die nur dem Logos zugeneigt sind, wieder mehr Kreativität und Spontaneität zu ermöglichen.

Der Clown ermöglicht ein freudiges Herangehen und fördert den viel gerühmten Perspektivwechsel: Dinge aus einer anderen Perspektive zu sehen und danach zu handeln. Zu einer modernen Firmenkultur, die ständig an neuen Entwicklungen und Verbesserungen arbeitet, gehört die Fähigkeit des Wahrnehmungswechsels zum wichtigen Know-how.

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Humor wirkt befreiend

Humor bewirkt eine Versöhnung mit widrigen Umständen. Ein humorvoller Kommunikationsstil wirkt entkrampfend. Er gibt meinem Gegenüber die Erlaubnis, in Kontakt mit sich selbst und den eigenen Ressourcen zu bleiben, statt in innerer Hab-Acht-Stellung vor den Machtstrukturen zu resignieren. Humor öffnet das Tor zur Weisheit, da es den nötigen Abstand zum Alltagsgeschehen ermöglicht und damit den Blick für die Meta-Ebene öffnet.

Humor

Von daher ist es auch verständlich, dass in den Humortests der amerikanischen Industrie nicht getestet wird, ob eine Führungskraft gut Witze erzählen kann oder als Entertainer clowneske Züge zeigt. Denn diese Fähigkeiten berühren nur die kognitive Seite des Humors. Es wird vielmehr überprüft, ob Führungskräfte die Freude aus dem inneren Seelenraum als positiven Weg betrachten können. Und noch viel wichtiger in diesen Gesprächen: Können die neuen Topkräfte den Fehlern mit einer gewissen humorvollen Leichtigkeit begegnen und wie Narren unkonventionelle Lösungen erarbeiten?