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Clown-Blog der Clownschule Tamala -


Humor im Alltag

Ausgehend von diesem Wissen können wir von den Indianern und den Clowns lernen, immer wieder über unsere kleinen Missgeschicke zu lachen. Gleichzeitig können wir andere zum Lachen bringen, damit sie sich selbst spüren und von festgefahrenen Einstellungen und Konzepten loslassen.

Humor

Humor im Alltag

Für die psychische und körperliche Gesundheit wäre es sinnvoll, eine körperbetonte Lebendigkeit zu entwickeln und eine Geisteshaltung zu erlangen, die aus der inneren Freude und Verbundenheit entsteht. Heyoka-Bewusstsein bedeutet, seiner Spontaneität und seiner Liebe zum Leben zu vertrauen. Heyoka-Bewusstsein hilft uns, die Angst zu sehen und auf sie zuzugehen. Wir haben den Mut, fassungslos dazustehen und in der Katastrophe die Lösung zu suchen. Wir nehmen die Verbohrtheit und Verrücktheiten anderer liebevoll an und bringen selbst den Leidenden dazu, über das eigene Leid zu lachen.

Ein Heyoka-Mensch bringt das Lachen und die Lebenslust in die alltäglichen Geschehnisse des Alltages und festigt damit im Sinne der Indianer „seine natürliche Verbindung zum Sein und dem Göttlichen“ (Thurnder Bird) Er handelt spontan aus dem Jetzt-Bewusstsein und richtet sich weniger nach Tabus, Regeln und einzwängendem Denken. Die Leitlinie seines Handelns ist die innere Freude

Auch wenn wir in unserer normierten Welt den Sinn für Humor oft verloren haben, können wir ihn doch wieder befreien. Sätze aus der Kindheit wie „Das tut man doch nicht“, „Was sollen die Nachbarn denken“, oder „Sei nicht so laut“ haben ihre Wirkung getan. Dennoch können wir zu unserer ursprünglichen Spontaneität zurückfinden, wenn wir den Mut haben, über den Schatten der Angst zu springen. Clowns und Komiker beweisen, daß es Wege gibt, clowneske Strategien zu entwickeln, um andere zum Lachen zu bringen.

Die Regeln der Komik – von denen schon die alten Indianer wussten – wie Übertreibung, Veränderung der Alltagslogik oder Brüche in der Erwartungshaltung können erlernt werden. Vorsichtig dosiert im Alltag angewandt, können diese Gesetze ein Innehalten und in der Regel ein Lachen auslösen. Die Heyoka-Haltung zu leben bedeutet allerdings mehr, als Witze zu erzählen. Es bedeutet, die Welt aus einer anderen Perspektive zu sehen. Aus dieser anderen Sichtweise, Unerwartetes tun, löst oft ein befreiendes Lachen im Gegenüber aus. Dabei kommt es auf die Körpersprache und die Ausdrucksfähigkeit an, denn es sind die Emotionen, die angesprochen werden und nicht nur – wie beim Witz – der kognitive Bereich
Es ergibt sich von allein, sich mit dem eigenen Stolz oder den Verboten aus Kindertagen auseinander zusetzen und sich durch eine klare Persönlichkeitsarbeit von den Verhärtungen durch eine „Kultur des Leidens“ (Dr. Michal Titze) zu verabschieden.

Wer die Normalität bewusst und gelassen hinter sich lässt, geht damit das Wagnis der Unvollkommenheit ein. Diese Grenzüberschreitung braucht Mut, „sich auf das Unbequeme, vielleicht sogar Verbotene einzulassen, das Risiko einzugehen, dabei Federn zu lassen und sich zu blamieren und zum Aussteiger und Außenseiter zu werden“ (Dr.Michael Titze)

Die indianische Kultur wie auch die ostasiatischen Religionen leben dem Westen vor welch heilsame Wirkung der Humor dem Einzelnen in seinem persönlichen und spirituellen Prozess geben kann. In der japanischen Kultur wird der Weg eines Clowns als die hohe „Kunst des Zen“ bezeichnet.

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Info:
Humor im Alltag ist Beitrag Nr. 41
Autor:
admin am 25. Juni 2009 um 10:25
Kategorie:
Humor
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