Humor lernen | Methodik

Emotionaler Humor ist eine von Jenny Karpawitz und Udo Berenbrinker in den 80er Jahren entwickelte Technik für Clowns, Schauspieler, Humortrainer und Therapeuten, um Gefühle in Körper, Mimik und Sprache humorvoll auszudrücken. Wir kommunizieren zu 80% über den Körper und unsere Gefühle.

Mit Grundlagen der Clown- und Comedy-Arbeit, den Methoden der CoreDynamik, NLP und Gestalttherapie, sowie Lachtrainings wollen wir mit dieser Zusatzausbildung verschiedenen Berufssparten und Altersgruppen ein Handwerkszeug vermitteln, das den Alltag und den Beruf emotionaler und humorvoller zu gestalten hilft.

Humor wird dabei als die Fähigkeit betrachtet, durch paradoxe Handlungen und Worte ein "Kontrast"-Empfinden (Dr. Michael Titze) auszulösen. Dieses "Unerwartete" bewirkt Verblüffung und damit Erheiterung und entspanntes Lachen im Gegenüber.

Emotionaler Humor setzt eine Haltung der Demut voraus, d. h. ich nehme mich selbst nicht so wichtig und kann über mich selbst lachen. Fehler werden nicht mehr "angstbesetzt aus Scham" (Dr. Michael Titze) wahrgenommen, sondern können als Mittel zur Erheiterung und als Chance erlebt werden.

Dies bedeutet eine konkrete Arbeit mit meinen Selbstbildern. Selbstbilder werden als mentale Prozesse und als emotionale Bindungen und Blockierungen wahrgenommen und aus ihrer Fixierung gelöst.

Humor ermöglicht die Fähigkeit im Jetzt zu sein – in der Entspannung des Augenblickes. Dies besagt schon viel: humorvolle Interventionen bedürfen der bewussten Wahrnehmung des Augenblickes.

Emotionaler Humor schult die Meta-Ebene – wir arbeiten mit der Methodik des Zeit-Blasen-Prinzips, um im Vertrauen auf den "Humor-Sinn" zu entspannen. Nur in diesem entspannten Zustand, in diesem inneren Fließen, öffnet sich das Tor, um intuitiv mit angemessenem Humor zu agieren.

Emotionaler Humor erlaubt die Wiederentdeckung des heiteren, stets lebensfrohen Kindes durch die Figur des Clowns. Clown wird hier von uns als Gegenteiler und Heyoka betrachtet oder wie der japanische Philosophieprofessor Dr. Suzuki ihn bezeichnet, als "die hohe Kunst des Zen".

Im Clown aktivieren wir die kindlichen Ressourcen der Spontaneität. Das Jetzt-Bewusstsein wird geschult, die Regeln der Komik und das paradoxe Denken werden erlernt. Die clownesken Strategien von Komikern und Clowns finden eine "alltagstaugliche Form" und können an Hand eines Strategiebogens angewandt werden.

Der persönliche Clown zeigt uns auf sehr einfache Weise unsere persönlichen Muster, mit denen wir im Sinne der "Veredelung" arbeiten oder sie als hinderndes Muster auflösen können.

Techniken der Gestalttherapie helfen den Sinn für Humor zu befreien.

Die Arbeit an der Lebensfreude ermöglicht das Auflösen von Blockaden, um unsere innere Kraft, Energie und Freude aus dem Core (Kern) zu erfahren und zu leben.

Übersicht der Methoden

  • Techniken der Clowns
  • Schauspiel- und Improvisationstechniken
  • CoreDynamik – ein ganzheitliches Trainingskonzept
  • NLP und Gestalttherapie
  • Method Acting
  • Aufstellungstraining / Feedback Theater
  • Humortheorie und Impulsreferate
  • Videofeedback

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