Feedback evangelische Tagungsstätte Heilbronn

KindertheaterFrühjahrklasur bei Dienste für Menschen in der Evangelische Tagungsstätte Löwenstein/Heilbronn

„Jede Sache hat drei Seiten, eine gute, eine schlechte und eine komische“, so Karl Valentin. Leitende Mitarbeitende bei DfM haben sich bei der jährlichen Frühjahrsklausur zwei Tage lang der dritten, der komischen Seite gewidmet. Denn Humor ist ein Führungsfaktor, Humor ist die Schwester der Kreativität. Humor ist die gelassene Leidenschaft, die hilft leidvolle Situationen auszuhalten und mitzutragen. Humor ist eine Lebens- und Geisteshaltung. Das hat uns gereizt bei der Themenauswahl.

Dr. Josef Nuster, der Referent für den Einstieg, hat eine Dissertation mit dem Titel „Humor – Gottesgabe und Kind der Lebensfreude“ geschrieben. Sein authentischer Vortrag war durchsetzt von Witzen und führte die Gruppe von 60 Mitarbeitenden in ernstheiterer Weise durch die Struktur von Witzen, die Familie des Komischen und die Geschichte des Humors.

Udo Berenbrinker, der Leiter einer Clownschule und des Trainingsinstitutes HumorKom, stellte schließlich die Körperarbeit in den Mittelpunkt. Mit unserem ganzen Körper zeigen wir Freude, Trauer, Liebe und Wut. Über Emotionen lassen sich Beziehungen knüpfen zu Menschen, die z. B. kognitiv dazu nicht mehr in der Lage sind.

Mit der Idee der roten Nase, dem emotionalen Airbag, lässt sich die komische Seite der Welt leichter entdecken. Das haben wir ausprobiert. Der humorvolle Blick kann wohltuend und befreiend sein. Er schafft Verbindung auf emotionaler Ebene; er macht zugleich demütig. Der Clown lacht in der Regel nicht über andere, sondern zeigt seine eigenen Schwächen, er macht sich selbst zum schwächsten Glied, damit andere sich gut fühlen können. Insofern macht er sich stellvertretend zum Narren.

Die Klausurtagung mit Udo Berenbrinker und Dr. Josef Nuster hat bei unseren 60 Führungskräften in der Evangelischen Tagungsstätte Löwenstein hat vieles zum Klingen gebracht. Man kann gespannt sein, was sich daraus entwickelt im Blick auf die Unternehmenskultur oder auch die Arbeit mit demenziell erkrankten Menschen.

Dr. G. Ehrmann, Leiterin und Organisatorin bei Dienste für Menschen der Evangelioschen Diakonie in Stuttgart