Verstehen sie Spaß? Echte Lebenshilfe durch Humor

Wenn im Alter der Lebensradius enger wird und körperliche Widrigkeiten überhand nehmen, so dass die pflegerische und medizinische Behandlung zur Tagesroutine gehören, gewinnt die alltägliche zwischenmenschliche Begegnung mehr und mehr an Wichtigkeit.

Stellen wir uns selbst der Situation, drängt sich uns die Frage auf, wie wir selber einmal gepflegt werden wollen, wenn wir schwach, gebrechlich oder krank sind:  Von Miesepetern und Hausdrachen umgeben oder in einer Atmosphäre heiterer Gelassenheit?

Hört man von Humor in der Pflege, denken wir als erstes an Clowns, die Pflegeheimbewohner ständig zum Lachen bringen wollen. Manch andere treibt die Frage um, wo die Gaudi aufhört und der Ernst beginnt. Demenz, Delir, Depressionen, ist den hier tatsächlich  „Schluss mit lustig“?

„Humor und Pflege vertragen sich durchaus“, so das Fazit der Teilnehmer des Seminars  „Humor in der Pflege“, durchgeführt im April von Udo Berenbrinker, Berufshumorist und Chef des Tamala-Centers in Konstanz.

Dabei tritt Berenbrinker keineswegs als Lach-Guru auf, der zwanghaft gute Laune vermitteln möchte. „Wir lernen „Regeln der Komik“, die es uns ermöglichen, Humor als Kraftquelle zu entdecken und dem eigenen Humorstil auf die Spur zu kommen“, berichtet Annette Breitsameter-Grössl, Organisatorin dieser Schulung und Fachstellenleitung für Bürgerschaftliches Engagement im Landkreis.  „Wem es gelingt, mit Humor auf die Welt und sich selbst zu sehen, aber stets mit Gefühl und Charme, versöhnt sich leichter mit dem Alltagsstress“, überzeugt Udo  Berenbrinker.

Gerade ehrenamtliche Pflegelotsen, die pflegebedürftigen Menschen und deren Angehörigen mit Rat und Tat zur Seite stehen, können diese Art der Fortbildung gut gebrauchen. Und sie können ihre Erkenntnisse weitertragen, beispielweise in Familien mit schwer Pflegebedürftigen. Eine unerträgliche Situation wird mit Hilfe des Humors erträglicher, lässt Bedrücktheit und Angst für einige Momente in den Hintergrund rücken.  Das Leben wird wieder lebenswerter. Das sind Ergebnisse, die sich erleben lassen können. „Lachen ist die beste Medizin“, sagt der Volksmund. Und diese Medizin gibt es rezeptfrei und gratis!

Echte Lebenshilfe durch Humor

Weitere Informationen:

Annette Breitsameter-Grössl

Sozialdezernat

Fach- und Projektstelle für Bürgerschaftliches Engagement (BE)

Benediktinerplatz 1, 78467 Konstanz

Tel.: 07531-800/1783

email hidden; JavaScript is required

Auf dem Foto: Das Pflegelotsenteam des Pflegestützpunktes mit Referent Udo Berenbrinker (1. Reihe 6. von links) und Organisatorin der Schulung  Annette Breitsameter-Grössl von der Fachstelle für BE im Landkreis Konstanz (1. Reihe 8.von links).